Frumzi ist mehr als ein Ort am Ufer des Rheins – es ist ein lebendiges Labor für nachhaltige Stadtentwicklung, in dem Tradition und Innovation verschmelzen. Die Region hat in den letzten Jahren bewiesen, dass grüne Technologien, lokale Wirtschaftskreisläufe und ein starkes Gemeinschaftsgefühl Hand in Hand gehen können. Doch die wahre Revolution liegt in der digitalen Transformation, die Frumzi nun vorantreibt. Die Stadt setzt dabei nicht auf reinen Tech-Hype, sondern auf pragmatische Lösungen, die den Alltag der Bürger:innen und Unternehmen spürbar verbessern. Ein Blick auf die aktuellen Projekte zeigt, wie Frumzi sich als Vorreiter in der Schweizer Stadtentwicklung etabliert – und warum diese Entwicklung für die Region langfristig entscheidend sein wird.
Digitale Mobilität: Vom Auto zum Gemeinschaftsnetzwerk
Ein zentraler Hebel für Frumzi ist die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs. Mit dem Ausbau des ÖPNV-Netzwerks, dem Bau neuer Radwege und der Einführung von E-Mobilitäts-Stationen hat die Stadt bereits Erfolge erzielt. Besonders beeindruckend ist das Projekt „Frumzi Mobility“, das eine Plattform für Lastenräder, Carsharing und autonome Shuttles betreibt. Seit dessen Start im Jahr 2022 nutzen bereits über 1500 Haushalte das Angebot – ein klarer Beleg dafür, dass die Bürger:innen bereit sind, auf private Autos zu verzichten, wenn die Alternativen attraktiv sind. Die Stadt plant zudem eine Pilotphase für ein „Smart Mobility Hub“, der E-Autos, Ladeinfrastruktur und digitale Buchungssysteme vereint. Ziel ist es, bis 2026 die CO₂-Emissionen im Verkehrssektor um 30 Prozent zu senken.
Auf der auf der seite wird die digitale Vernetzung der Mobilitätsangebote detailliert beschrieben, wie sie mit lokalen Partnern wie dem Kanton Zürich und dem Energieversorger EWZ entwickelt wurde. Ein konkretes Beispiel ist das „Rheintal-Radweg-Netz“, das dank Echtzeit-Daten aus Sensoren und App-Nutzung kontinuierlich verbessert wird. Die Kosten für diese Infrastruktur wurden in den letzten drei Jahren auf rund 12 Millionen Franken veranschlagt – eine Investition, die sich durch höhere Nutzung und weniger Staus amortisiert.
Nachhaltige Energie: Frumzi als Modell für die Energiewende
Energieeffizienz ist ein weiteres Schlüsselelement der digitalen Agenda von Frumzi. Die Stadt hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden, und setzt dabei auf eine Kombination aus erneuerbaren Energien und intelligenter Steuerung. Das „Frumzi Energy Grid“ ist ein Blockchain-basiertes System, das Bürgerenergieprojekte, Solarparks und lokale Stromspeicher vernetzt. Bürger:innen können über eine App überschüssigen Strom verkaufen oder selbst erzeugte Energie abonnieren – ein Modell, das bereits in der Gemeinde Oberrieden getestet wurde und nun auf die ganze Stadt ausgeweitet wird. Die ersten 500 Haushalte haben bereits ihr Stromnetz mit dem Grid verbunden, was zu einer Steigerung der erneuerbaren Energieproduktion um 18 Prozent führte.
Ein weiteres Projekt ist die „Smart Metering“-Initiative, bei der jeder Haushalt mit einem digitalen Zähler ausgestattet wird. Diese Daten werden anonymisiert analysiert, um Heizverhalten, Wasserverbrauch und Stromnutzung zu optimieren. Die Stadt plant, bis 2025 alle 10 000 Haushalte mit diesem System auszustatten – ein Vorhaben, das im Vergleich zu anderen Schweizer Städten besonders ambitioniert ist. Die Kosten für die Installation liegen bei rund 800 000 Franken pro Jahr, doch die langfristigen Einsparungen bei der Energieeffizienz und den geringeren Betriebskosten rechtfertigen die Investition.
Digitale Gemeinschaft: Wie Frumzi Bürger:innen in die Planung einbindet
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der digitalen Projekte in Frumzi ist die enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Die Stadt nutzt Plattformen wie „Frumzi 3.0“, eine Open-Source-Software, die Bürger:innen die Möglichkeit gibt, Projekte zu vorschlagen, zu bewerten und mitzugestalten. Seit dem Start im Jahr 2021 wurden bereits über 200 Vorschläge eingereicht, darunter ein „Community Garden“-Netzwerk für vertikale Gärten in Wohnhäusern oder ein digitales System zur Meldung von Müllvermeidungsprojekten. Besonders gelungen ist das „Frumzi Citizen Lab“, in dem Bürger:innen mit Expert:innen aus Technik und Stadtplanung an Pilotprojekten wie dem „Digitalen Stadtgarten“ arbeiten.
Die Stadt hat zudem eine „Digitaler Bürgerrat“-Initiative gestartet, in der 12 Bürger:innen für zwei Jahre in einem echten Gremium mitwirken. Ihre Empfehlungen fließen direkt in die Stadtplanung ein – ein Modell, das in anderen Schweizer Gemeinden noch selten zu finden ist. Die Teilnahme an solchen Projekten hat sich als besonders motivierend erwiesen, wie eine Umfrage unter 500 Teilnehmenden zeigt: 87 Prozent der Bürger:innen würden sich erneut engagieren, wenn sie sehen, dass ihre Ideen tatsächlich umgesetzt werden.
- Seit 2022 nutzen über 1500 Haushalte das „Frumzi Mobility“-Carsharing- und Lastenradnetz.
- Das „Frumzi Energy Grid“ hat die erneuerbare Energieproduktion um 18 Prozent gesteigert.
- Bis 2025 sollen alle 10 000 Haushalte mit Smart Metering ausgestattet werden.
- Die „Digitaler Bürgerrat“-Initiative hat eine Teilnahmequote von 87 Prozent bei Umfragen.
- Die Investitionen in digitale Infrastruktur betragen jährlich rund 800 000 Franken.
Frumzi zeigt damit, dass digitale Transformation nicht nur eine Frage von Technologie ist, sondern von einer Kultur der Mitgestaltung. Die Stadt hat gelernt, dass nachhaltige Projekte nur gelingen, wenn sie von Anfang an mit den Bürger:innen entwickelt werden. Dies ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess – einer, der Frumzi in den kommenden Jahren zu einem Vorbild für andere Schweizer Gemeinden machen wird. Die Frage ist nicht mehr, ob die Stadt digital wird, sondern wie schnell sie es schafft, diese Entwicklung zu meistern, ohne die Lebensqualität ihrer Bewohner:innen zu gefährden.